Kunst als Anfang – zwei junge Künstlerinnen beleben den Angergarten:

Ein altes Häuschen im Angergarten, etwas in die Jahre gekommen, voller Charme und Möglichkeiten – genau hier beginnt für zwei junge Künstlerinnen ein neuer Lebensabschnitt. Am Samstag, 4. Juli, um 17 Uhr laden Mathilde und Alice Kloster zu ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung ein. Für beide ist die Vernissage weit mehr als eine Präsentation ihrer Arbeiten: Sie ist ein Aufbruch in die Zukunft.

Die beiden Abiturientinnen verbindet der Wunsch, Kunst beziehungsweise Kunsterziehung zu studieren. Mathilde zieht es dabei besonders nach Wien oder München. Alice Kloster hat bereits die Eignungsprüfung an der Kunstakademie Leipzig bestanden. Auch an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ist sie noch im Rennen: Die erste Auswahlrunde hat sie erfolgreich gemeistert, die abschließende Aufnahmeprüfung steht noch bevor.
Wer die Ausstellung besucht, erhält einen Einblick in das, was die beiden während ihrer Schulzeit im Leistungskurs Kunst erarbeitet haben. Zu sehen sind ausdrucksstarke Stillleben und Landschaften, die von genauer Beobachtung und malerischem Können zeugen. Ergänzt werden die Bilder durch plastische Arbeiten aus Ton, Wachs und Gips. Die Ausstellung zeigt nicht nur fertige Werke, sondern auch den Weg dorthin – die Entwicklung zweier junger Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen möchten.

Für Alice Kloster war dieser Weg eng mit ihrer Kunstlehrerin Annegret Eddahbi verbunden. Ein ganzes Jahr lang absolvierte sie bei ihr ein Schulpraktikum und erhielt dabei Einblicke in die vielfältige Welt des Kunstunterrichts. Sie lernte Radierungen und Holzschnitt kennen, experimentierte mit Ölpastellkreiden und Graphit, arbeitete mit Ton, Glasuren und unterschiedlichen plastischen Techniken. „Das war eine ideale Vorbereitung auf das, was ich später machen möchte“, sagt sie. Dass aus der ehemaligen Schülerin eines Tages vielleicht eine Kollegin wird, erfüllt auch ihre Lehrerin mit Freude.

Der Ausstellungsort selbst trägt wesentlich zum Charakter der Veranstaltung bei. Das kleine Gebäude im Angergarten mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch gerade darin liegt sein Reiz. Die jungen Künstlerinnen sehen darin einen Ort mit Potenzial – einen Raum für Begegnungen.

Eddahbi

Vernissage: Samstag, 4. Juli, 17 Uhr, im Angergarten. Der Eintritt ist frei.