Die 12 Zwerge erreichen das Landesfinale im Handball

 

 

 

 

Die Mannschaft der zwölf Zwerge bestand aus:

 

Hintere Reihe: Daniel Flad, Pius Bühler, Nick Wenzler, Fabian Schuhmacher, Linus Banzhaf, Nick Borchert, Jonas Woll

 

Vordere Reihe: Julian Löbel, Noah Wientges, Felix Vorwalder, Florian Merkt, Jonas Hagen.

Betreut hat die Mannschaft Frank Banzhaf.

Am Freitag, den 02.02.2018 fand in Offenburg das RP-Finale im Handball in der Wettkampfklasse III/1 statt. Die Jungenmannschaft des Gymnasiums Spaichingen konnte sich für dieses Turnier in eigener Halle als Gruppenzweiter für dieses Turnier qualifizieren. Schon in dieser RP-Zwischenrunde konnte man feststellen, dass die Spaichinger körperlich die Kleinsten waren. Mit einem Sieg und je einem Unentschieden gegen Offenburg und Rottweil reichte es aus, um ins Regierungspräsidiumsfinale einzuziehen.

 

In diesem mussten die Spaichinger im ersten Spiel gegen die Realschule Neuried antreten. Mit der sehr harten Spielweise der Neurieder kamen die Spaichinger gar nicht zurecht und verloren das erste Spiel deutlich. Der zweite Gegner war die Mannschaft vom Oken-Gymnasium in Offenburg, die im ersten Spiel völlig überraschend die Realschule Teningen geschlagen hatte. Zur Pause lag Offenburg mit einem Tor Vorsprung in Führung. Nach der Pause drehten die Spaichinger richtig auf. Mit schnellem Kombinationsspiel und sicheren Würfen konnten sie das Spiel drehen und am Ende gewannen sie mit 15:12. Im letzten Spiel mussten die Spaichinger gegen die Realschule Teningen spielen, die ihrerseits mit einem Sieg gegen Neuried noch Turniersieger werden konnte. Allerdings war die Spielweise der Teninger so hart, dass die Spaichinger dieses Spiel verloren. Teningen und Neuried qualifizierten sich für das Landesfinale im WK III/1. Für die Erstplatzierten gilt der direkte Vergleich und für die weiteren Mannschaften die Tordifferenz, sodass die Spaichinger am Ende nur den 4. Platz belegten.

 

Da aber die Realschule Neuried im WK III/2 (Realschulen und Hauptschulen) auch RP-Sieger geworden ist, aber eine Mannschaft nur an einem Turnier teilnehmen darf, hat die Realschule Neuried im WK III/1 zurückgezogen. Der Nächstplatzierte darf dann nachrücken. Da aber nun wieder der direkte Vergleich zählt und Spaichingen gegen Offenburg gewonnen hat, darf die Mannschaft des Gymnasiums Spaichingen nun das RP-Freiburg beim Landesfinale im RP-Karlsruhe vertreten.

 

Frank Banzhaf

 

Alles an ihr war groß

Schauspieler Tino Leo in der Mediathek des Gymnasiums Spaichingen

 

„Alles an ihr war groß“, ist der Lieblingssatz von Robin und Louis, den beiden Siebtklässlern, die mit ihrer ganzen Klassenstufe am 23.1.2018 in die Mediathek des Gymnasiums Spaichingen gekommen sind, um das „Nibelungenlied“ in einer 45minütigen Fassung anzuschauen.

Gemeint ist Brünhild. Ihre Silhouette füllt der Schauspieler Tino Leo mit wenigen Linien, um sie als kriegerische Königin zu charakterisieren, worüber sich besonders die Jungs gar nicht mehr einkriegen können vor Lachen. Auch alle anderen zwölf Figuren des Heldenepos zeichnet Tino Leo in seinem Ein-Mann-Stück in schnellen Skizzen an die Tafel, um dann als Siegfried mit ihnen zu sprechen oder in der Rolle als Schmid, Gunther, Brünhild, Hagen oder Kriemhild aus ihrer jeweiligen Silhouette zu treten. Dabei nimmt er Körperhaltung, Gang und Stimme der Figuren überzeugend an und nimmt die Kinder mit auf die Reise Siegfrieds von dessen Kindheit, seiner Ausbildung bei Mime, zur „Streitschlichtung“ der Söhne des Königs Nibelung und dem Kampf mit dem Drachen, in dessen Blut er badete.

Interessant dabei war, dass sich kein Kind daran störte, dass es weder Blut noch einen Drachen oder einen wirklichen Zwerg Alberich zu sehen gab. Als Schwert Balmung diente ein langes Lineal. Als Blatt, das auf Siegfrieds Schulter landete, ein schwebendes Papiertaschentuch. Humorvoll wird es, als Siegfried am Wormser Hof um Kriemhild wirbt, und als Bedingung für eine Hochzeit für seinen zukünftigen Schwager Gunther um Brünhild, die Königin von Island, werben soll. Da diese jedoch sich nur einem Mann hingeben würde, der sie in drei Kampfspielen besiegen kann, kommt es zu einem Wettbewerb: Steinwurf, Weitsprung und Speerwurf, dargestellt durch Kreidestückchen, war tatsächlich so spannend, dass die Zuschauer aufsprangen, um alles mitverfolgen zu können.

Ein zweites Mal bittet Gunther den kampferprobten Siegfried um Hilfe, weil die ihm angetraute

Jungfrau mit ihren übernatürlichen Kräften ihn nicht sein eheliches Recht in die Tat umsetzen lässt. Durch die Tarnkappe unsichtbar besiegt Siegfried Brünhild in einer „Kissenschlacht“. Genau das wird der Anfang von Siegfrieds Ende.

Bis zu diesem folgten die SchülerInnen gebannt dem energiegeladenen Spiel des Frankfurter Schauspielers und belohnten seine Kunst mit ausgiebigem Applaus. In einer Gesprächsrunde durften die interessierten Kinder ihn dann noch zu seinem Beruf befragen.

Annegret Eddahbi