Auszeichnung für Achtklässler

Schülerinnen und Schüler der achten Klassen des Gymnasiums Spaichingen nahmen erfolgreich am bundesweiten Wettbewerb für rauchfreie Klassen „Be Smart – Don’t Start“ teil. Dafür wurden die Jugendlichen nun von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit einem Preis ausgezeichnet. „Die Schüler liegen damit voll im Trend, denn Rauchen ist immer mehr out“, erklärte Michael Schulz von der AOK in Spaichingen bei der Preisübergabe. Lag laut AOK die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen im Jahr 2001 noch bei 28 Prozent, ist diese inzwischen auf zehn Prozent gesunken – ein historischer Tiefstand. „Wir freuen uns, dass sich die Schüler fürs Nichtrauchen engagieren.“ Die Schüler haben neben der Auszeichnung zwei Aktiv-Boxen mit Bewegungsspielen gewonnen.

Auch Schulleiter Jürgen Pach freute sich mit der Klasse über die Auszeichnung: „Die Schülerinnen und Schüler haben sich gemeinsam für eine Teilnahme am Wettbewerb ausgesprochen und sich zum Nichtrauchen während des gesamten vergangenen Schuljahrs verpflichtet. Sie sind damit Vorbild für alle anderen junge Menschen.“

Der Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ ist ein Programm für rauchfreie Schulklassen. Er wird unter anderem gefördert durch die Deutsche Krebshilfe e.V., die AOK, die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Lungenstiftung. Im vergangenen Schuljahr nahmen fast 7.000 Klassen daran teil. Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg ruft dazu auf, in diesem Schuljahr wieder an der Aktion teilzunehmen. Anmeldungen sind noch bis zum 17. November auf www.besmart.info möglich.

 

Kids online

Im Oktober kam Polizeihauptkommissar Ilg vom Polizeipräsidium Tuttlingen zu uns Sechstklässlern an die Schule. Herr Ilg schaute mit uns einen Film an, der hieß „Verklickt“. Er handelte von einem Jungen, der hieß Tarek, und einem Mädchen namens Mia. Mia fand den Tarek gut und wollte ihn gerne kennenlernen, aber sie traute sich nicht. Mias Freundin wollte ihr helfen und hat Tarek eine Freundschaftsanfrage über Mias Account geschickt. Sie verklickte sich dabei und beleidigte Tarek im Netz wegen seines Aussehens. Daraufhin bekam Mia Ärger von der Lehrerin wegen Cybermobbing, obwohl sie das gar nicht gewollt hatte. Wir bearbeiteten in Gruppen sieben Fragen zum Film, wie man Tarek helfen und Cybermobbing verhindern kann. Die beste Lösung, um Cybermobbing zu verhindern, wäre bei sozialen Netzwerken erst gar nicht mitzumachen, meinten manche.

 

Außerdem spielten wir noch eine Art Spiel, bei dem Herr Ilg uns von wirklichen Taten aus seinem Polizeialltag erzählte und wir entscheiden mussten, wie schlimm wir es fanden. Uns wurde zudem auch noch erklärt, was der sogenannte Paparazzi-Paragraph ist und was er bedeutet: nämlich das Recht am eigenen Bild, d.h. es darf kein Bild ohne die Einstimmung des Abgebildeten und des Urhebers im Internet verbreitet werden. Herr Ilg zeigte uns zum Schluss Seiten, wo wir unsere Passworte überprüfen können, ob sie sicher oder unsicher sind.

 

Danny Schäfer, 6a

 


Spanienaustausch

Vom 26. September bis zum 3. Oktober waren 21 spanische Austauschschüler unserer Partnerschule aus Vitoria bei unseren Neuntklässlern zu Gast. Der Austausch findet dieses Schuljahr bereits zum fünften Mal statt.

 

Nach einer eindrucksvollen und intensiven Woche mit abwechslungsreichem Programm können sich die Teilnehmer nun auf das Wiedersehen im April freuen - dieses Mal in Spanien.

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JuFaM ausgezeichnet

Die Bürgerstiftung Spaichingen ehrte am Mittwoch, den 26.09.2018 fünf verschiedene Projekte, die Einzelne und Jugendgruppen zur nachhaltigen Verbesserung des sozialen Klimas in unserer Stadt mindestens ein Jahr lang (manche auch länger) betreut hatten. Der Jugendsozialpreis mit dem Titel „Lebendiges Miteinander“ will gerade dies erreichen: jeden auffordern, für andere etwas zu tun. Dies scheint gelungen zu sein!

Sina Hauser z.B. leitet kreativ und selbstständig eine katholische Jugendgruppe, Michelle Merkt besucht und kümmert sich nun schon vier Jahre lang um eine Bewohnerin des Behindertenzentrums St. Agnes (und leitet „nebenher“ noch eine Jugendgruppe bei den Ministranten und im Handballverein). Ronja Merkt und Michelle Wilhelm machten hochmotiviert bei einem Fotoprojekt zur Dokumentation nationalsozialistischer Gräueltaten in Spaichingen mit.

Die beiden Gruppen, die geehrt wurden, waren erstens die sogenannten „Ejugs“ (aus der evangelischen Jugendarbeit), dann aber auch die „Jufams“ des Schuljahres 2017-2018. Junge Freunde für andere Menschen (JufaM!) kümmert sich als AG des Gymnasiums um die Bewohner des Altenheims St. Josef und des Behindertenzentrums St. Agnes. Dabei gehen die Jugendlichen, meist in Partnerteams, einmal pro Woche für eine Stunde in diese Sozialeinrichtungen, um mit anderen Menschen zu reden, zu spielen oder sich auszutauschen. Einmal pro Monat spricht man in sogenannten SuperVisionen auch über die Erlebnisse, die man dabei hat – und am Ende des Schuljahres gibt es zudem ein Zertifikat, das sowohl vom Schulleiter des Gymnasiums als auch vom betreuenden Lehrer, Herrn Geißler, unterschrieben wird.

Verlässlichkeit, Mitgefühl, Sozialkompetenz und viele andere Tugenden werden in dieser AG vermittelt und von zukünftigen Arbeitgebern immer wieder gern nachgefragt. Überlegt Euch doch einmal , ob Ihr selbst bei JufaM! mitmachen wollt!? Ab diesem Schuljahr sind übrigens alle Jufams auch an speziellen T-Shirts erkennbar, die über die Schülerfirma „trinitee“ gekauft wurden. Fragt einfach Eure Mitschüler – in der AG trefft Ihr Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 bis 12. Alle bisherigen Jufams schwärmen übrigens von den Erlebnissen dieser Zeit.

Chr. Geißler


Wieviel Risiko gehen Jugendliche ein? – Max-Planck-Tag am Gymnasium Spaichingen

Dr. Sebastian Schneider, Leiter der Arbeitsgruppe Risikoverhalten bei Jugendlichen, (5.v.l.), Eva Schneider, AL, Koordination und Jürgen Pach, Schulleiter, (6.,7.v.l.), internat. Forschungsteam Bonn (1.,2. v.l., 1.v.r.) und Assistenteam
Dr. Sebastian Schneider, Leiter der Arbeitsgruppe Risikoverhalten bei Jugendlichen, (5.v.l.), Eva Schneider, AL, Koordination und Jürgen Pach, Schulleiter, (6.,7.v.l.), internat. Forschungsteam Bonn (1.,2. v.l., 1.v.r.) und Assistenteam

„Stellen Sie sich vor, Sie können entweder 1 € sicher haben oder mit mir ein Spiel spielen. Ich habe ein 2 € Stück. Hinter meinem Rücken nehme ich 2 € in eine Hand, die andere Hand bleibt leer. Erraten Sie, in welcher Hand ich das 2 € Stück halte, bekommen Sie 2 € von mir. Tippen Sie auf die leere Hand, bekommen Sie kein Geld.“

 

Wie entscheiden Sie sich? Gehen Sie das Risiko ein?

 

Genau vor dieser kniffligen Frage standen am 26.09.2018 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6, 8, 10 und 12 des Gymnasiums, als das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn zu Gast in Spaichingen war.

Die internationalen Forscherinnen und Forscher unter der Leitung von Dr. Sebastian Schneider stellten im Zuge des Max-Planck-Tages ihre Forschung, die Aufgaben und Methoden eines Forschers sowie ihr Institut vor.

Ihre Hauptaufgabe ist die Durchführung und Auswertung standardisierter Entscheidungsspiele. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums hatten die Möglichkeit, an diesem Forschungsprojekt anonym teilzunehmen. Als Anreiz konnten sie hierbei ihr Taschengeld durch kleine Beträge erhöhen. Dazu „spielten“ die Jugendlichen an hochmodernen Tablets Entscheidungsspiele, die dem oben Zitierten ähneln. Auf diese Art wurde getestet, welches Risikoverhalten die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Altersgruppen haben und welche Rolle dabei dem Faktor Geduld zugeschrieben werden kann. Die aus diesen Tests gewonnenen Daten werden dazu verwendet, um die Entwicklung von Verhaltensmustern bei Jugendlichen zu verfolgen und diese im Bereich Schule, aber auch in der Präventionsarbeit nutzbar zu machen.


Mind-Sphere

Impulsvortrag und Get-together mit Jürgen und Matthias Köhler von Siemens beim MINT-EC-Camp

 

„Eure Schule ist unglaublich kreativ. Ihr habt Top-Leute hier: Markus Ziegler, Manuel Vogel …“, meint Jürgen Köhler und betrachtet begeistert die in der Mediathek ausgestellten Tonfiguren und Baumhäuser der Siebtklässler. Dieses Lob ist besonders schmeichelhaft, da dieser Mann, Country Division Lead für die Division Digital Factory in der Vertriebs und Service Organisation Siemens Deutschland ist.

Er hat vor einigen Jahren das Gymnasium Spaichingen als erfolgversprechende MINT-Schule entdeckt und sich bei Siemens dafür eingesetzt, dass sie Partnerschule von Siemens wird.

Gemeinsam mit seinem Sohn Matthias kam er am 17.9.2018 zum MINT-EC-Camp Medizintechnik nach Spaichingen, um 20 Schülern, die deutschlandweit angereist sind, einen Impulsvortrag über Digitalisierung von Siemens zu halten. Matthias Köhler machte 2008 an einem internationalen technischen Gymnasium sein Abitur und studierte an der Hochschule Aalen Internationalen Technischen Vertrieb. Im Softwarevertrieb hat er 2014 angefangen. Den technikaffinen Schülern/innen stellte er an diesem Abend „MindSphere“ vor, ein cloudbasiertes, offenes IoT-Betriebssystem.

Es handelt sich um eine Plattform, die in revolutionärer Weise die Digitalisierung der Industrie vorantreibt. Mit großer Begeisterung für diese Entwicklung von Siemens zeigt Matthias Köhler Beispiele aus der Praxis, wie man Daten gewinnt, um daraus wertvolles Wissen zu gewinnen, mit dem man Probleme lösen könne, bevor sie entstünden. So werden zum Beispiel Maschinen vernetzt, um Wartungsprozesse zu optimieren und Ausfallzeiten zu reduzieren.

Mit guten Ideen könne man so enorme Geschäftserfolge erzielen, indem Produkte in der Entwicklung und im Herstellungsprozess optimiert werden. So könne in Zukunft für ein gebrochenes Hüftgelenk, das gerade im MRT gescannt wird, im Nebenraum bereits ein Neues, individuell angepasstes gedruckt werden.

„Das ist die Zukunft“, davon sind beide überzeugt. Kreativität sei die Grundlage für zukünftige Entwicklungen. Es entstehen ganz neue Berufsbilder wie Digitalanalysten. Und dafür braucht es hervorragend ausgebildete Leute. Fast 30.000 Software-Ingenieure arbeiten bei Siemens.

Während des Vortrages und beim Get-together im Anschluss zeigten sich die Zuhörer sehr interessiert. Im MINT-EC-Camp erhielten die Teilnehmer vielfältige und praxisorientierte Einblicke und bekamen einen Eindruck, wie die Zukunft der Medizintechnik gestaltet werden kann.

A. Eddahbi


MINT-EC-Camp Medizintechnik

Der Landkreis Tuttlingen gilt als Weltzentrum der Medizintechnik. Über 400 Medizintechnikunternehmen sind dort angesiedelt, ebenso wie der Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen (HFU). Hier erhielten vom 16. bis 19. September 20 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC in vielfältige und praxisorientierte Einblicke in die Kernbereiche der Medizintechnik. Organisiert wurde das Forschungscamp von MINT-EC in Kooperation mit dem Gymnasium Spaichingen, das seit 2016 eine MINT-EC-Schule ist.

Am Hochschulcampus Tuttlingen der Hochschule Furtwangen erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was ein Studium der Medizintechnik umfasst. In Vorlesungen zu den Bereichen Biosignalerfassung und -verarbeitung, bildgebende Verfahren und additive Fertigungsverfahren (3D-Druck) bekamen sie einen Einblick in den Studienalltag und in wichtige Zukunftsthemen im Bereich der Medizintechnik. Das Erlernte wendeten die Jugendlichen anschließend in Praxis-Workshops an.

Das Thema Medizintechnik im Rahmen von Industrie 4.0 aus Praxissicht brachte den Teilnehmenden Jürgen Köhler, Leiter Division Digital Factory, Siemens Deutschland, in einem Vortrag mit anschließendem Gespräch näher.

Am Dienstag lagen die Schwerpunkte auf Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Mit dem Unternehmen KARL STORZ besuchte die Gruppe einen führenden Hersteller in der Endoskopie. Die Jugendlichen lernten das Unternehmensportfolio kennen und durften ein Endoskopie-Ärztetraining durchlaufen.

Bei der Aesculap AG ging es dann rund um das Thema Implantate. Auch hier wurden die Teilnehmenden nach einer Einführung im Informations- und Beratungszentrum der Aesculap Akademie und einem Überblick über den Produktbereich der Implantate selbst aktiv: Sie nahmen an einem Ärztetraining-Workshop zum Thema Implantatsysteme teil und erhielten anschließend einen Einblick in die präklinische Testung im biomechanischen Labor des Unternehmens.

Die umfassenden Impressionen und neu gelernten Inhalte bereiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen zu Präsentationen auf. Diese werden im Plenum vorgestellt und diskutiert.



Das vergangene Schuljahr in Bildern