Schöne Sommerferien!


Abinopoly - die Gefängnisfreikarte in der Hand

 

Der neue Schulleiter Jürgen Pach steht auf der Bühne des großen Saals, umgeben von stolzen und erwartungsvollen Gesichtern, während er beginnt: „Ihr habt euch acht Jahre mit Erfolg über das Spielbrett Gymnasium Spaichingen bewegt“. Gemeint sind die 65 Abiturienten und Abiturientinnen des Gymnasium Spaichingens, denen am Samstag, dem 13.07.19, die Hochschulreife überreicht wurde. Passend zum diesjährigen Abimotto „Abinopoly – die Gefängnisfreikarte in der Hand“ beschrieb der Schulleiter die Schulzeit dieser Zwölftklässler, denn ihre letzte Spielrunde sei nun abgeschlossen, sie seien das letzte Mal über Los gegangen. Jürgen Pachs erste Spielrunde sei somit auch vorbei und er hoffe noch auf viele weitere, denn nicht nur für die Abiturienten selbst sei dieser Abend ein ganz besonderer, auch für ihn ist dies der erste Abiball als Direktor. Die Schüler selbst sehe er in Bezug auf das Motto als Spielfiguren, die sich über das Spielfeld des uns allen bekannten Spiels bewegten, wobei er zwischen den klassischen Spielfiguren und der Klassenstufe zwölf parallel ziehen könne. So erinnere ihn der Zylinder an die drei Theatermitglieder und Mitspielerinnen im Stück Driven Loreen Klein, Carolin Brandenburger und Hanna Honer. Das für Ordnung, Sauberkeit und mütterliche Fürsorge stehende Bügeleisen hingegen an die Mutter der Stufe, den letztjährigen Schülersprecher Joey Weber. Abschließend erklärte der Schulleiter, dass die Welt heute nur den Abiturienten gehöre, was sie auch tat, zumindest im Rahmen der Spaichinger Stadthalle. Mit lautem Applaus und großer Freude erhielten die Schüler der vier Klassen ihre Zeugnisse, während sieben davon einen Preis und weitere elf Schülerinnen und Schüler eine Belobigung für ihre besonderen Leistungen erhielten. Des Weiteren überreichten die Lehrer manchen von ihnen auch ihre MINTec-Zertifikate und den Abschluss „Internationales Abitur“. Bürgermeister Hans Schuhmacher erschien persönlich, um Preise der Stadt Spaichingen zu verleihen, wobei auch er eine Rede für die jungen Erwachsenen vorbereitet hatte, bei der er sich für ihre Treue am Gymnasium Spaichingen bedankte und ihnen das Beste für die Zeit nach der Schule wünschte. Nach einer Pause ging das Programm mit dem Programmpunkt „Standardtanz“ weiter, wobei die Zuschauer hier eine Überraschung erwartete, da nach einem abrupten Stopp der Ballmusik eine von den Abiturienten selbst zusammengestellte Choreografie vorgetanzt und vorgeturnt wurde, bestehenden aus den verschiedensten Stücken moderner Musik. Anschließend wurde ein kleines Theaterstück der Theater AG aufgeführt, gefolgt von einem Auftritt der „Filo Sofen“, die Lehrer Uwe Lodahl und Martin Fichter, und ihrem selbstgeschriebenem Rap-Song „fettes Abi“, der sicher schon bald in den Charts aufzufinden sein wird. Nach der Dankesrede der Schülerin Janine Kaiser hieß es für die Lehrer schließlich spielerisch aus dem auf der Bühne aufgebauten Gefängnis zu kommen, um letztendlich die Abschiedsgeschenke der verschiedenen Kurse anzunehmen. So erhielten schließlich nicht nur die Abiturienten ihre „Gefängisfreikarten“, sondern auch die Lehrer selbst, um den Abend nach dem Programm mit einer Feier ausklingen zu lassen.

Sophie Mik, 10c

 


Die „Profis“ gewinnen

 

Erstmalig wurde dieses Jahr um den Unterstufen-Mannschaftspokal im Badminton gespielt. Der Spielmodus war ganz einfach: Jedes Team besteht aus 4-5 Spielerinnen und/oder Spielern, die jeweils auf einem halben Feld gegen eine andere Mannschaft antreten.

 

Bei der Premiere waren fünf Mannschaften aus de Unterstufe dabei, die im Modus „jeder gegen jeden“ den Sieger ausspielten. Den Sieg errang dabei die Mannschaft, die sich in der Badminton-AG gegründet hatte und mit Silas Truppe, Erik Schwarz, Laurenz Timm und Danny Schäfer aus Vereinsspielern bestand. Damit die restlichen Spielerinnen und Spieler auch eine Chance hatten, zählten deren Punkte doppelt. Die Mannschaft der 6d (Benjamin Fehrenbacher, Thomas Hauser, Jan Plass, Pia Hagen) konnte ihnen so Paroli bieten und belegte nur knapp hinter ihnen den zweiten Platz. Die 6b (Nick Schumm, Dennis Cosar, Jonas Zepf, Tijmon Schierding, Devran Avci) folgte auf Rang 3. Die Mannschaft der 5c belegte als beste fünfte Klasse den vierten Rang. Das Schlusslicht bildete ein Kombiteam der Klassen 5a und 5b.

 

Die beiden Organisatorinnen Maria Schaudt und Ulrike Schwarz waren sehr zufrieden mit allen – es ging äußerst fair und engagiert zu und von Spiel zu Spiel verbesserte sich die Taktik. Hoffentlich hatten ein paar Schülerinnen oder Schüler Spaß am Badminton gefunden und starten dann nächstes Jahr bei Jugend trainiert für Olympia!

 


Tüfteln am Gymnasium Spaichingen

Wenn wieder an jeder Ecke der Aula des Gymnasiums junge Menschen begeistert von ihren Projekten berichten, ein Hovercraft über den Schulhof düst und Vertreter der örtlichen Unternehmen sowie Eltern und Lehrer große Augen machen, dann ist wieder Abend der Technik am Gymnasium Spaichingen! Die 10. Klässler präsentierten am Montag, den 08.07.2019 ihre NwT-Facharbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten entweder die Möglichkeit, in Kooperation mit einem Unternehmen der Region ein Projekt zu erarbeiten, oder sie konnten durch die Schule ein Projekt realisieren. Diese Unterstützung bot ihnen einen Rahmen, in welchem sie Hilfe bekommen konnten, wenn sie diese brauchten, aber auch Freiräume zur Entfaltung erhielten.

Mit großem Elan und Fleiß beschäftigten sich Beatrice Ciobanu und Ina Kramer in Kooperation mit der Firma Marquardt Schaltsysteme mit der Konstruktion und Herstellung einer mobilen TV-Halterung. Zu Beginn ihrer Arbeit mussten sie unterschiedliche Lösungsansätze diskutieren und diese anhand eines Bewertungsrasters beurteilen. Hierbei verglichen sie Gebrauchstauglichkeit, Stabilität, Design, aber auch die Kosten mussten abgewogen werden. Besonders viel Spaß hatten die beiden dabei, selbst Hand anzulegen und so z.B. die Aluminiumprofile zu schneiden oder Kabelkanäle zu legen.

Dem Projekt zur Optimierung eines Geräts für die Bestimmung des plankschen Wirkungsquantums hatten sich Thu Hanh Bui, Carla Holpp und Bonnie Mayer gewidmet.

Das Wirkungsquantum wurde von Max Planck entdeckt und beschreibt das Verhältnis von Energie und Frequenz eines Photons. In den Wochen zuvor hatten die drei Forscherinnen mit großem Fleiß an ihrem Projekt gearbeitet, Ziele formuliert und Lösungsideen diskutiert. Es ging hierbei jedoch nicht nur um theoretische Überlegungen, sondern v.a. auch um deren praktische Umsetzung. Besonders das Löten wurde von ihnen als knifflige Aufgabe beschrieben. Stolz berichteten sie, dass ihr Projekt im Unterricht eingesetzt werden wird und somit auch einen Mehrwert für die Schule und ihre Mitschüler hat.

Aber auch der Nachwuchs der Jugend-forscht AG hat schon einen Vorgeschmack auf kommende Abende der Technik gegeben: So präsentierten z.B. Nina Müller und Finja Ledwig ihren Obst-O-Mat, der erst letzte Woche einen Anerkennungspreis beim Artur-Fischer-Erfinderpreis erhalten hat.

Man kann auf den nächsten Abend der Technik gespannt sein!

Madlene Rolfsmeyer

Erfolg beim Bundeswettbewerb Mathematik

In der letzten Woche wurde der Spaichinger Schüler Lukas Zetto (Klasse 11) am Gymnasium Spaichingen durch Schulleiter Jürgen Pach und Abteilungsleiterin Eva Schneider zu einem 2. Platz beim Bundeswettbewerb Mathematik beglückwünscht.

Bereits seit 39 Jahren richtet sich der Bundeswettbewerb Mathematik an interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler, die sich über den Unterricht hinaus mit Mathematik beschäftigen wollen. Der Wettbewerb findet in drei Runden statt, wobei in der ersten Runde die Aufgaben auch im Team gelöst werden können. In der zweiten Runde müssen die Teilnehmer Aufgaben in Einzelarbeit lösen, um dann in der 3. Runde bei einem Kolloquium zu bestehen. Die besten des Kolloquiums nehmen für Deutschland an internationalen Wettbewerben teil.

 

Pm

 

 


Schwitzende Cowboys

 Sommerkonzert im Gymnasium Spaichingen

 

Trotz großer Hitze war die Aula des Gymnasiums am letzten Donnerstag voller Menschen. Zum Sommerkonzert drängten sich so viele Besucher, dass nicht einmal die zusätzlich herbeigeschafften Stühle reichten.

Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter Jürgen Pach gab die Big Band des Gymnasiums den Auftakt, nachdem sie erst einige Tage zuvor auf dem Jazzfestival in Stuttgart aufgetreten war. Da gleich drei der Bandmitglieder als scheidende Zwölftklässler ihr letztes Konzert gaben, durften alle noch einmal ein Solo spielen. Vor allem der Abgang des einzigen Pianisten, Patrik Trumbetas, schmerzte die Bandleitung, Lehrerin Ute Aippersbach, sehr. Vielleicht auch deshalb hatte Patriks Solo-Stück den passenden Namen „Mercy, Mercy, Mercy“ - Gnade!

Im Anschluss führte die Klasse 6c von Musiklehrerin Magret Fuhrmann ein modernes Tanzstück auf. „Without you“ vom DJ Avicii interpretierten die Sechsklässler als Kombination aus engagierter Tanzchoreographie und stimmungsvollem Gesang.

Danach inszenierte die 5c, wiederum unter der Leitung von Frau Aippersbach, ein trauriges Cowboylied. Man konnte die Stimmung richtig spüren, denn nicht nur Gesang und Instrumentales, sondern auch Westernverkleidung und Hufgetrappel versetzten die Zuschauer in den Wilden Westen.

Die 6d von Miriam Wolff blieb bei Thema und spielte anschließend die bekannte Titelmelodie der alten Winnetou-Filme des kürzlich verstorbenen Komponisten Martin Böttcher. Dabei wartete die Klasse gleich mit 21 Mundharmonikaspielern, drei Trompetern, und einem Trommler auf. Selbst eine Klapperschlange konnte hören, wer genau aufpasste.

Den fulminanten Abschluss des Abends machte der Schulchor unter der Leitung von Miriam Wolff. Nicht nur, dass die schiere Anzahl der Sänger beinahe die Ausmaße der Bühne sprengte, es war auch kaum zu fassen, dass Zweidrittel der Sängerinnen und Sänger erst in diesem Schuljahr zum Chor gestoßen waren. Denn der Chor begeisterte mit seinem breiten Repertoire von Renaissancestücken, über walisische und afrikanische Lieder, bis hin zu modernem Jazz mit einer Sicherheit und einem Engagement, dass man glaubte, sie würden schon Jahre gemeinsam proben.

Nach diesem stimmungsvollen Schluss blieb für Schulleiter Pach nur noch, allen Beteiligten für den Abend und allen Gästen für das tapfere Durchhalten bei heißem Wetter zu danken. Er Verabschiede sich mit den Worten: „Jetzt haben Sie alle hitzefrei!“


Warum ein mint-ec Camp?

Da wir eine mint-ec Schule sind (einzige im Regierungspräsidium), haben wir Schüler die Möglichkeit, an Veranstaltungen des nationalen excellence Netzwerks teilzunehmen. Dadurch konnte ich dieses Schuljahr an einem Camp zum Thema „Leben auf dem Mars“ in Heilbronn teilnehmen. Außer den schönen Erinnerungen und dem Wissen, welches ich aus den 5 Tagen Arbeit mit Wissenschaftlern aus dem Bereich Raumfahrt und Schülern aus Deutschland mitgenommen habe, wurden meinen Punkten für das mint-ec Zertifikat zehn weitere hinzuaddiert. Durch die Teilnahme an Camps, Treffen und Praktika im MINT- Bereich sammelt man Punkte für das Zertifikat, welches wir nach dem Abitur an unserer Schule bekommen können. In Deutschland und auch im Ausland werden mithilfe dieses Diploms viele Türen geöffnet. Denn wer Interesse und Engagement in Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zeigt, wird belohnt! Also warum warten? Finde ein Thema, das dich anspricht und zeig was du kannst!

Eduard Talos, 10a


Gesundes Frühstück

 

Am Montag, den 27. Mai gab es großen Andrang in der Aula des Gymnasiums.

Die Elternvertreter hatten seit dem frühen Morgen geschnibbelt, geschmiert und aufgetischt, damit die Schulkinder ein gesundes Frühstück genießen konnten. Es gab herzhaft belegte Brote, Obstspieße, Gemüse und Milchshakes, die reißenden Absatz fanden.

So etwas Tolles wäre jede Pause schön, meinten die Schüler. Dazu konnten sich die Eltern leider nicht äußern – sie waren zu sehr mit Belegen, Verkauf und Abwasch beschäftigt.

 


Generalversammlung Vereinigung der Freunde des Gymnasiums Spaichingen

Nur Schule schwänzen oder Politiker zum Umdenken zwingen, die Umwelt zu retten?

Auch bei den Freunden des Gymnasiums löst die Fridays-for-Future-Bewegung eine heftige Debatte aus. Bei der Generalversammlung am 16.05.2019 trafen Eltern mit verschiedener Haltung zum Thema zusammen. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie unterstützen Projekte der Klassen 5 bis 12, die den Gemeinschaftssinn der Kinder fördern, wie die TeamTrainingsTage, Schullandheime, Theateraufführungen, Sportevents und vieles mehr.

In der Mediathek der Schule, die u.a. auch mithilfe des Fördervereins ausgestattet wurde, trafen sich der erste Vorsitzende Herbert Schnee, die Beisitzer/innen Karsten Frech, Kerstin Heinemann, Claus Rüberg, Annegret Eddahbi, Kassiererin Ülkü Süzgün und Schriftführerin Dorothee Schöttle.

Nach einem kurzen Rückblick über das Geschäftsjahr 2018 wurde die Optimierung der Werbung neuer Mitglieder am Kennenlerntag der zukünftigen Fünftklässler und bei Elternabenden diskutiert. Die aktuelle Mitgliederzahl liegt bei 303. Frau Ülkü Süzgün legte einen detaillierten Kassenbericht vor. Die Kasse wurde einwandfrei geführt. Manuel Vogel, als Vertreter der Schule, bedankte sich für die geleistete Arbeit. Die Entlastung der Vorstandschaft durch ihn erfolgte einstimmig. Die Neuwahlen ergaben, dass alle Amtsinhaber wiedergewählt wurden. Im Anschluss stellte Manuel Vogel das Projekt „Schule als Staat“ vor, die Republik Rotan, die nächstes Schuljahr vom 13.11. bis 16.11.2019 das Schulleben des Gymnasium Spaichingen bestimmt. Auch da wird der Förderverein sich wieder einbringen können.

A. Eddahbi


Artur Fischer Erfinderpreis: Spaichinger Schülerinnen mit Obst-O-Mat für Endrunde qualifiziert.

Mit Nina Müller und Finja Ledwig hat sich auch in diesem Jahr ein Team des Gymnasiums Spaichingen für die Endrunde des Artur Fischer Erfinderpreises qualifiziert. Für beide Schülerinnen war es frustrierend, wenn man sich für einen Obstsalat entscheidet und dann merkt, dass eine Frucht darin enthalten ist, die einem nicht schmeckt. Sehr schade um die Verschwendung! Ihre Idee war es daher, ein Gerät zu entwickeln, welches eine gesunde Ernährung ansprechend macht, Nahrungsverschwendung reduziert und ohne Anwesenheit eines Mitarbeiters betätigt werden kann.

Seit zwei Jahren entwickeln nun die beiden Tüftlerinnen in der Arbeitsgemeinschaft Forschen und Erfinden an ihrem Produkt: Der Obst-O-Mat ist eine Obstsalatmaschine, mit der man auf Knopfdruck einen beliebigen Obstsalat zusammenstellen kann. Er ist mit mehreren Behältern bestückt, welche man von Oben mit verschiedenen Obstsorten befüllt werden können. Über ein Fließband kann man, indem mithilfe eines Druckschalters dieses elektronisch angetrieben wird, eine Schale unter einen beliebigen Obstbehälter positionieren und so eine gewünschte Obstsorte auswählen. Das Obst lässt sich dabei individuell dosieren.

Mit dieser Entwicklung konnten Nina und Finja die Jury der ersten Auswahlrunde überzeugen und sind nun zur Endrunde des Artur Fischer Erfinderpreises im Haus der Wirtschaft in Stuttgart eingeladen.


Bis zur Unendlichkeit und noch viel, viel weiter… - „Driven“ am Gymnasium Spaichingen!

Sie sind wieder da und gefährlicher als je zuvor: die verrückten Tantchen Abby und Martha Redrum stürmten die Bretter, die die Welt, bzw. wenigstens die des Gymnasiums Spaichingen, bedeuten! Die Aufführung der Theater-AG lockte wieder aktuelle und ehemalige Schüler, Eltern, Lehrer und andere Theaterfreunde in die gut gefüllte Aula und bot ihrem Publikum ein besonderes Erlebnis.

Auch dieses Jahr präsentierten die AG-Leiter Karsten Pahlke und Michael Hauß wieder eine rasante Eigenproduktion und schrieben mit dieser den Schülern die Rollen auf den Leib. Die Schauspieler, die in den vorangegangenen Wochen zusammen mit ihren Lehrern viel Zeit und Energie in die Proben investiert hatten, hauchten den Figuren mit viel Können Leben ein, was durch großen Applaus belohnt wurde. Auch zwei ehemalige Schüler (Lukas Stadler und Gianluca DePaola) konnten nicht von der AG lassen und traten als Gäste auf. Umrahmt wurde die schauspielerische Leistung durch die geschickte Lichtgestaltung der Technik-AG, amüsante Einspielvideos und musikalische Szenenübergänge. Ein weiteres Highlight war das Dreh- und Angelstück der Bühnengestaltung: Die neu gegründete Requisiten-AG des Lehrers Florian Féjoz baute mit großem Geschick ein verwandlungsfähiges Auto, welches in vier unterschiedliche Fahrzeuge umgewandelt werden konnte.

Das Theaterstück kombinierte die Fortsetzung der Geschichte der beiden recht schrulligen, ehemaligen Hotelbesitzerinnen des „Zur leisen Ruhe“ (Aufführung 2014) mit viel Witz, Wortspielen, politischen Spitzen und literarischen Bezügen.

Eine schwungvolle Roadstory begeisterte das Publikum: Die Schwestern Abby (Hannah Hohner) und Martha Redrum (Caroline Brandenburger) müssen fliehen, ihr treuer Diener Norman Bates (Stadler) wird im Kugelhagel getroffen und fällt ins Koma. Doch als Rettung taucht dessen Schwester Norma (Loreen Klein), die von den nicht immer ganz nüchternen Schwestern auch Jeanne d´Arc genannt wird, auf und schon beginnt die ereignisreiche Flucht des ungleichen Trios. Norma, meist sehr genervt von den Tantchen, lenkt das Fluchtauto quer durch Amerika mit dem Ziel, die beiden in Mexiko abzuliefern. Doch wenn dies nur so leicht wäre, denn ganz nah an ihnen dran sind die beiden Gesetzeshüter Agent Starling (Jasmin Eckstein) und deren ehrgeizige Vorgesetzte Agent Schrader (Janine Kaiser).

Rast machen sie zunächst im Hotel „Bleiben Sie weg“, welches die Schwestern wehmütig an ihre eigene Pension zurückdenken lässt. Auch ein kleiner Shoppingtrip darf nicht fehlen: Waffen müssen her. Die Flüchtigen machen Halt im „Coyote ugly“ bei den beiden „Flintenbräuten“ Lou (Chiara Wissing) und Pru (Hanna Wichtner) und gönnen sich das „All Inclusive – Angebot“. Diese wittern nach einem Besuch der Agents, die Norma und den Schwestern immer näherkommen, das große Geld und hängen sich ebenfalls an die Fersen des Trios, um das Kopfgeld zu ergattern. „Die Mittellinie ist mein Puls“: Die Fahrt geht also weiter, doch das Gefährt ist zu auffällig – was tun? Ja, ein neues Auto muss her, welches dem Mechaniker (Hendrik Schwarz) gestohlen wird. Beim nächsten Halt werden sie von dem Rezeptionist Jack Walker (Rouven Schierding), der mit allen Mitteln einen Burnout vermeiden möchte, empfangen und retten die Putzfrauen Juanita (Veronika Loran) und Daisy (Gloria Mensen) vor dem Manager (Justin Frei). Daisy wird kurzerhand mitgenommen, da Juanita „in die Wüste“ geschickt wurde. Nach einer emotionalen Videobotschaft von Norman brechen die vier Frauen auf und landen in einem Spielcasino – man will ja schließlich auch noch etwas Spaß haben. Es kommt nun etwas für das Herz, denn Liebe liegt in der Luft. Abby flirtet heftig mit dem Barkeeper Burt (Gianluca DePaola) und Daisy verliebt sich in den Erben eines Mineralwasserimperiums: Johnny Walker (Rouven Schierding).

Doch jetzt wird es brenzlig und die Ereignisse überschlagen sich: Die Agents, von der Flucht ermüdet und nach Wellness ächzend, machen dort ebenfalls Halt, merken aber wieder zu spät, wer ebenfalls in dem Casino abgestiegen ist und die Waffenladys fordern die drei zum Pokerturnier heraus. Norma gewinnt, das Geld wird jedoch von Lou und Pru gestohlen und diese verschwinden mit ihrer Beute. Das Trio flüchtet (Daisy erhält ihr Happy End mit ihrem Johnny) und es kommt zu einer, einem Drogenrausch geschuldeten, Kojoten- Erscheinung, der zuvor von Norma überfahren wurde. Die Grenze rückt in greifbare Nähe, doch diese wird eisern von dem Sheriff Buford T. Justice (Jürgen Pach) und seinem jungen Kollegen (Stadler) gesichert. Unter dem Motto „Die Mauer muss weg“ liefern sich die drei Reisenden und die Patrouille ein heftiges Feuergefecht, an dessen Ende die Mauer fällt. Die Agents im Nacken, die Konkurrenz erblickend, haben die Frauen ihren Galgenhumor jedoch nicht verlernt und können einem Moment im faustischen Sinne „Verweile doch, du bist so schön“ nichts abgewinnen: Sie treten mit einem Knall ab – oder doch nicht?

Wieder einmal schaffte es die Theater-AG des Gymnasiums Spaichingen einen äußerst gelungenen Theaterabend zu gestalten und sich selbst die Messlatte hoch zu legen: Man kann gespannt sein, was die Theater-AG nächstes Mal auf die Bretter bringen wird!

Madlene Rolfsmeyer

 


JtfO Hallenfußball Gymnasium Spaichingen dominiert Hallenfußball im Kreis Tuttlingen

Die Fußballmannschaften des Gymnasiums Spaichingen haben die Kreismeisterschaften im Hallenfußball sowohl im Wettkampf III als auch im Wettkampf IV gewonnen.

 

Die Spieler der Klassen fünf und sechs starteten hochmotiviert in das Finale der Kreismeisterschaft in Tuttlingen. Da sie sich nur aufgrund der besseren Tordifferenz für das Endturnier qualifiziert hatte, galt die Mannschaft zunächst als Außenseiter. Zu Beginn wurden gegen die beiden starken Mannschaften des Gymnasiums Gosheim-Wehingen und des OHGs Tuttlingen zwei Unentschieden erzielt. Anschließend gelangen ein knapper Sieg gegen die zweite Mannschaft des Tuttlinger Otto-Hahn-Gymnasiums und ein souverän herausgespieltes 7:1 gegen die zweite Mannschaft der Realschule Spaichingen. Da im drittletzten Turnierspiel das Gymnasium Gosheim-Wehingen überraschend gegen die erste Mannschaft des OHGs gewann, war mit einem Sieg im letzten Spiel auf einmal der Turniersieg für unsere Jungs möglich. Das Spiel gegen die erste Mannschaft der Realschule Spaichingen wurde konzentriert angegangen und am Ende stand ein deutliches 5:0 auf der Anzeigetafel. Die jubelnden Spieler stürmten das Spielfeld und feierten den überraschenden Turniersieg ausgiebig.

Zwei Tage später fanden die Kreismeisterschaften der siebten und achten Klassen in Aldingen statt. Hier gingen unsere Schüler als hoher Favorit ins Finale, da sie den Wettkampf bereits vor zwei Jahren gewonnen hatten. Dieser Favoritenrollen wurden sie auch vollumfänglich gerecht. Am Ende standen fünf klare Siege zu Buche, so dass das Turnier souverän gewonnen wurde. Wie deutlich die Überlegenheit unserer Mannschaft war, lässt sich vor allem am Torverhältnis von 30:1 (!) erkennen.

 

Für das Gymnasium Spaichingen waren im Einsatz:

Wettkampf IV: Lui Wenzler, Marijan Celic, Fabian Balg, Joscha Keck, Morice Haller, Manuel Löbel, Jaron Sum, Jakob Wangerin, Jonas Müther, Noah Bühler, Philipp Schneider

 

Wettkampf III: Ommo Kurz, Jamie Adler, Hannes Bähr, Luis Wibiral, Veli Akinci, Maximilian Haag, Robin Merkle, Cahit Dönmez, Elias Moosmann, Kilian Katz, Philip ‚Richart

J. Schellhammer


Auszeichnung beim Landeswettbewerb: Spaichinger Schülerinnen in der Sparte Chemie erfolgreich

Beim Regionalwettbewerb Jugend forscht im Februar haben sich Lorena Koch und Aileen Girschik (beide Gymnasium Spaichingen) mit ihrem Projekt „Der Orban-Oszillator im Alginatbällchen“ mit dem Regionalsieg in der Sparte Chemie für den Landeswettbewerb qualifiziert. Nun wurden die Schülerinnen in Stuttgart mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Beim Orban-Oszillator handelt es sich um ein Flüssigkeitsgemisch, welches in periodischen Abständen aufleuchtet. Das komplexe System ist bisher noch nicht erforscht und Lorena Koch und Aileen Girschik haben in ihrer einjährigen Projektarbeit nicht nur ein stabiles System entwickelt, sondern auch die optimale Zusammensetzung experimentell bestimmt. Darüber hinaus haben die beiden Jungforscherinnen es geschafft, den Orban-Oszillator in Alginatbällchen, die aus dem Getränk „Bubble Tea“ bekannt sind, einzubringen. Damit leuchten diese in unterschiedlichen zeitlichen Abständen periodisch blau auf.

Mit dieser Forschungs- und Entwicklungsleistung traten Lorena Koch und Aileen Girschik beim Landeswettbewerb Jugend forscht in Stuttgart unter den elf besten Chemieprojekten aus Baden-Württemberg an. Die Auszeichnung mit dem dritten Platz durch die Jury stellt dabei einen herausragenden Projektabschluss dar.

Quelle: Robert Bosch GmbH

 


Sechstklässler engagierten sich für den Umweltschutz

Pressemitteilung der ENRW Rund 80 Sechstklässler des Gymnasiums beteiligten sich an einer Dorfputzete der Energieversorgung Rottweil (ENRW). Die Jugendlichen entfernten achtlos weggeworfenen Müll und befreiten Straßen, Wege sowie Wiesen von Verschmutzungen. Somit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Die ENRW unterstützt das großartige Engagement unter dem Motto „Sauber g`schafft“ mit einem Beitrag für die Schulkasse. Der regionale Energieversorger stellte außerdem Warnwesten, Greifzangen und Müllsäcke. Als besondere Belohnung erhielten die beteiligten Schüler anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der ENRW einen Gratiseintritt für das Rottweiler Freibad.

 


Seit das Buch erschien, schreit er nicht mehr im Schlaf

„Mano – Der Junge, der nicht wusste, wo er war“

 Lesung mit Erfolgsautorin Anja Tuckermann

 

Eine kleine, stille Frau mit langen, schwarzen Locken sitzt mit geradem Rücken auf dem roten Vorlesesessel. Sie liest konzentriert mit ruhiger Stimme. Sie erzählt die authentische Geschichte von Mano, den es als elfjährigen Überlebenden des Todesmarsches von Sachsenhausen und des Lagers Auschwitz nach Frankreich verschlägt. Seinen richtigen Namen verschweigt Mano der französischen Familie von Madame Fouquet, die ihn wie ein eigenes Kind aufnimmt, aus Angst, wieder ins Lager zu kommen. Dass seine Eltern noch leben und ihn suchen, weiß er nicht.

Die Schriftstellerin Anja Tuckermann wurde 1961 geboren und wuchs in Berlin-Kreuzberg auf. Sie schrieb bereits 23 Bücher, Belletristik und Kurzprosa für Erwachsene und Kinder, Theaterstücke, Texte für Musik und Film. Ihre Werke sind in 15 Sprachen übersetzt. Drei ihrer Bücher befassen sich mit Menschen, die es wirklich gibt und mit denen sie befreundet ist. Durch den Roman „Muscha. Ein Sinti-Kind im Dritten Reich" kam sie 1995 zum Schreiben über Einzelschicksale von Sintifamilien im Dritten Reich. Nach 1 ½ Jahren Interviews kam 2005 ihr zweiter Roman zum Thema heraus, „Denk nicht, wir bleiben hier – Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner“. Hugo habe ihr erstes Werk im Museumsladen des KZ Bergen Belsen gefunden und sie angerufen mit der Bitte, auch sein Schicksal aufzuschreiben, da es doch sonst vergessen würde. Es ging sehr schwer, meinte Anja Tuckermann. Denn 60 Jahre lang hatte er nicht über seine Kindheit im Todeslager gesprochen. Er fand anfangs kaum Worte für die Grausamkeiten. Und es fiel ihm auch schwer, die Erinnerung daran auszuhalten. Für die Recherche sei sie in Archiven des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes auf die Kindersuchakte von Hugos Freund Mano gestoßen.

Am 3.4.1997 kam sie auf Einladung von Frau Birnbreier, Leiterin der Stadtbibliothek, als Gast in die Mediathek des Gymnasiums Spaichingen, um aus ihrem Jugendbuch „Mano – Der Junge, der nicht wusste, wo er war“ (2008) zu lesen. Immer sucht sie dabei den Blickkontakt und das Gespräch zu den 45 Neuntklässlern im Publikum. Sie zeigt Fotos von Mano als Baby im Kinderwagen in seiner Geburtsstadt München, mit Bernsteinkette um den Hals „Damals wusste er noch nicht, dass er ausgegrenzt wird.“ und als 12Jähriger mit verletzten Schienbeinen und geschwollenen Füßen, ein Zeichen seiner Unterernährung. Dessen Geschichte erzählt sie.

Der verstörte Junge ist voller Angst, obwohl die Todesgefahr vorüber ist. Angst davor, von Leichenbergen zu träumen „Überall Tote! So viele Tote“, wacht er nachts immer wieder schreiend und am Boden kauernd auf. Er kann die Dunkelheit nicht ertragen und nicht allein sein. Fast atemlos ruhig wird es im Publikum, als die Autorin vormacht, wie der traumatisierte, vor Hunger ausgemergelte Mano seine Suppe in der Familie aß, den Teller mit beiden Händen festklammernd, ohne den Blick von den anderen zu lassen. Sie erklärte den Jugendlichen, warum der Besitz eines Gefäßes für die spärliche Wassersuppe im Lager so überlebenswichtig war. Sie machte auch deutlich, warum Kinder, die im KZ waren, ihre erlernten Verhaltensweisen nicht so schnell ablegen konnten. Absoluter Gehorsam, keine Fragen zu stellen, genau zuzuhören und zu beobachten, davon war das Überleben abhängig.

Mano hat diese Schreckenszeit überlebt. Er war einer von 23.000 Sinti und Roma, die in Vernichtungslager wie Auschwitz deportiert wurden. Nur etwa 1.000 davon schafften das. Seine Tätowierungsnummer Z 3526 (Z stand für „Zigeuner“, die Zahl für die Aufnahmenummer unter den männlichen Häftlingen) hat er nicht tilgen lassen. Sie gehört zu seinem Leben. Heute ist Mano 86 Jahre alt und lebt seit 62 Jahren mit seiner Ehefrau als Antiquitätenhändler. Erst seit das Buch herauskam, sagt seine Frau, schreit er nicht mehr im Schlaf.

A. Eddahbi


1,2-TIP

Nach spätestens diesen Worten befand sich jeder der Fünft- und Sechstklässler auf der Tanzfläche der Unterstufendisco, die dieses Jahr unter dem Motto „black & white“ lief. Die Schüler tanzten zu abwechslungsreicher Musik, die mit Hilfe des Technik-Teams gespielt wurde, stellten ihre Tanzkünste unter Beweis und wurden von dem Organisationsteam der Veranstaltung mit alkoholfreien Cocktails und kleinen Knabbereien versorgt. Aber nicht nur unsere Jüngsten schienen Spaß gehabt zu haben. Nein, auch die Lehrer, die zur Aufsicht da waren, zeigten Vergnügen bei dem kurzen Tanz-Crash-Kurs, den eine Gruppe von älteren Schülerinnen vorbereitet hatte. Hierbei handelte es sich um einen einfach zu lernenden Tanzschritt, den die Schüler (und Lehrer) auf diverse Songs übertragen konnten, damit auch die letzten, die behauptet hatten, nicht tanzen zu können, sich schließlich selbst auf der Bühne wiederfanden.  Vielen Dank an das Organisationsteam, das diesen Abend wieder möglich gemacht hat und an die Lehrer, die sie dabei tatkräftig unterstützt haben.

 

Anna Knorr

 


Faust für 2 in 50 Minuten

Lesung und HörSpiel mit Tino Leo und Carolin Freund

Fingerschnipp. Und aus einem gewitzten Mephisto wird der Famulus Wagner, der an den Lippen seines Meisters Faust hängt und dessen Verzweiflung ihm gänzlich fremd ist.

Fingerschnipp. Und aus der Atmosphäre von Auerbachs Keller wird plötzlich die Hexenküche.

Nur zwei Schauspieler. Nur einige Geräusche aus Boxen. Und aus dem gelben Reclam-Dramentext, den alle Abiturienten des Gymnasiums Spaichingen in den letzten Wochen mit ihren Deutschlehrern durchexerziert hatten, wurde ein lebendiges Stück. Stimmgewaltig schlüpften Tino Leo und seine Schauspielkollegin Carolin Freund in die unterschiedlichen Rollen des Dramas. Die Zuschauer vergaßen zuweilen, dass es sich nur um eine Lesung handelte, weil die Rollen mit entsprechender Mimik und Gestik lebendig untermalt wurden. Es gelang ihnen, die Dialoge mal witzig und mal ernst zu veranschaulichen. So sorgte Caroline Freund für einige Lacher, wenn sie als Mephisto in Pudelgestalt hechelt, sich kratzt und winselt und knurrt, weil Faust in seiner Gegenwart das Neue Testament übersetzt. Beeindruckend war der schnelle Wechsel, den die Schauspielerin vom verwegenen Mephisto zum verzweifelt liebenden etwa 14jährigen Gretchen vollzog, indem sie ihr einziges Requisit, eine Sonnenbrille, von der Nase zog. Und Tino Leo überzeugte mit seiner Kunst, als er mittels Verjüngungstrank vom hustenden Alten sich schreiend, spuckend und krampfend in den 30 Jahre jüngeren Faust verwandelte. Besonders witzig fanden ihn die Zuschauer/innen in der Rolle der Nachbarin Marthe, die Gretchen im breitesten Hessisch einredete, den von Faust geschenkten Schmuck doch heimlich zu tragen und sich in ihrem Garten mit dem Geliebten zu treffen.

Tino Leos 50minütige Fassung macht 95 % Originaltext aus. Sein Ziel sei es, den Zuschauern Appetit auf den großen Klassiker zu machen. In einer lebendigen Mischung aus Lesung und Hörspiel präsentiert er mit seiner Schauspielkollegin Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ wie er sagt, für jeden, der den großen Stoff schon immer verstehen wollte oder sogar schon daran verzweifelt sei. Dabei brachte er pfiffige Inszenierungsideen ein für Leerstellen wie die heimliche Liebesnacht des Paares, oder erledigte die Szene Auerbachs Keller mit einem Satz und einer Mauerschau. Sämtliche Soundeffekte nahm er dafür persönlich auf. So tickte eine Uhr in der letzten Szene, in der Faust das völlig verstörte Mädchen, das so viel Schuld auf sich genommen hatte, aus dem Kerker zu befreien sucht. Eile ist geboten, denn der Henker kommt, es zu holen. Gleichzeitig hatte der Zuschauer das Gefühl, es sei ein Herzschlag. Dieses Geräusch vermittelte eine starke Nähe zu Gretchens Schicksal, „Der Menschheit ganzer Jammer fasst mich an.“

Die Schüler formulierten in einer anschließenden Diskussionsrunde ihre Dankbarkeit, den Text noch einmal in dieser lebendigen, komprimierten Version zu hören. Das habe zu besserem Verständnis geführt. Besonders die Verzweiflung des jungen, unaufgeklärten Gretchens, die alle ihre Werte aufgab, nur um mit Faust zusammen zu sein, wurde von Carolin Freund sehr ehrlich und modern dargestellt. Einigen wurde hier deutlich, warum ihr die Frage nach Fausts Glauben so wichtig war.

Der Förderverein „Freunde des Gymnasiums“ sponserte die Eintrittskarten mit 500.- und wünscht den Abiturienten, für die der „Faust“ ein Prüfungsschwerpunkt im Fach Deutsch ist, viel Erfolg beim Abi. Vielleicht wird aus dem ein oder anderen einmal Mitglied im Förderverein, wenn die eigenen Kinder ans Gymnasium kommen oder an eine andere Schule.

A.     Eddahbi


Am liebsten spiele ich den Hagen

Schauspieler Tino Leo spielt „Ich bin nicht Siegfried“

„Am liebsten spiele ich den Hagen“, antwortet Schauspieler Tino Leo auf die Frage einer Schülerin, die mit ihrer ganzen Klassenstufe am 26.3.2019 in die Mediathek des Gymnasiums Spaichingen gekommen war, um das „Nibelungenlied“ in einer 45minütigen Fassung anzuschauen.

Gemeint ist Hagen von Tronje. Seine Silhouette füllt der Schauspieler Tino Leo mit wenigen Linien, um ihn als kriegserfahrenen Helden am Königreich von Burgund zu charakterisieren. Gerade das Böse und Schauderhafte reizt den Schauspieler, in seiner Körpersprache auszudrücken.

Auch alle anderen zwölf Figuren des Heldenepos zeichnet Tino Leo in seinem Ein-Mann-Stück in schnellen Skizzen an Flipchartseiten, um dann als Siegfried mit ihnen zu sprechen oder in der Rolle als Schmid, Gunther, Brünhild oder Kriemhild aus ihrer jeweiligen Silhouette zu treten. Dabei nimmt er Körperhaltung, Gang und Stimme der Figuren überzeugend an und nimmt die Kinder mit auf die Reise Siegfrieds von dessen Kindheit, seiner Ausbildung bei Mime, zur „Streitschlichtung“

der Söhne des Königs Nibelung und dem Kampf mit dem Drachen, in dessen Blut er badete. Interessant dabei war, dass sich kein Kind daran störte, dass es weder Blut noch einen Drachen oder einen wirklichen Zwerg Alberich zu sehen gab. Als Schwert Balmung diente eine zusammengerollte Seite Papier. Als Blatt, das auf Siegfrieds Schulter landete, ein schwebendes Papiertaschentuch. Humorvoll wurde es, als Siegfried am Wormser Hof um Kriemhild wirbt, und als Bedingung für eine Hochzeit für seinen zukünftigen Schwager Gunther um Brünhild, die Königin von Island, werben soll. Da diese jedoch sich nur einem Mann hingeben würde, der sie in drei Kampfspielen besiegen kann, kommt es zu einem Wettbewerb: Steinwurf, Weitsprung und Speerwurf, dargestellt durch Stifte, war tatsächlich so spannend, dass einige Zuschauer aufstanden, um alles mitverfolgen zu können. Ein zweites Mal bittet Gunther den kampferprobten Siegfried um Hilfe, weil die ihm angetraute Jungfrau mit ihren übernatürlichen Kräften ihn nicht sein eheliches Recht in die Tat umsetzen lässt. Durch die Tarnkappe unsichtbar besiegt Siegfried Brünhild in einer „Kissenschlacht“. Genau das wird der Anfang von Siegfrieds Ende.

Bis zu diesem folgten die SchülerInnen gebannt dem energiegeladenen Spiel des Frankfurter Schauspielers und belohnten seine Kunst mit ausgiebigem Applaus. In einer Gesprächsrunde durften die interessierten Kinder ihn dann noch zu seinem Beruf befragen.

 

A. Eddahbi


Jugend forscht 2019: Viele Projekte, viele Preise, viele strahlende Gesichter

Auch in diesem Jahr stellten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Spaichingen die mit Abstand größte Teilnehmergruppe am Regionalwettbewerb Jugend forscht in Tuttlingen. Zwölf Projekte wurden direkt an der Schule realisiert und weitere drei in Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Tuttlingen umgesetzt. Dabei waren unsere Teilnehmer in allen Sparten von Jugend forscht vertreten und haben in jeder Hinsicht überzeugt.

Mit einem Regionalsieg in der Kategorie Jugend forscht (Sparte Chemie) und zwei Regionalsiegen in der Kategorie Schüler experimentieren (Sparten Chemie und Geo- und Raumwissenschaften) vertreten nun drei unserer Teams die Region Donau-Hegau beim jeweiligen Landeswettbewerb in Stuttgart bzw. Balingen. Darüber hinaus konnten sich die weiteren Spaichinger Teams über insgesamt zwei 2. Plätze, sechs 3. Plätze und drei Sonderpreise freuen. Zudem wurden zwei der Spaichinger Teams als Sieger der Herzen, gewählt durch die anderen Teilnehmer des Regionalwettbewerbs, ausgezeichnet. Damit hat sich für unsere Teilnehmer die intensive Zeit der Forschung und Entwicklung und der Dokumentation und Vorbereitung auf den Wettbewerb gelohnt.

Die AG Forschen und Erfinden, die für alle interessierten Schülerinnen und Schüler offensteht, findet jeden Mittwochnachmittag im naturwissenschaftlichen Bereich unserer Schule statt.

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Die Ingenieure der Zukunft beim RoboCup

Die Teilnehmer beim RoboCup mit Schulleiter Jürgen Pach, Hendrik Schwarz und Niklas Krebs (l.), dem Mentor der AG
Die Teilnehmer beim RoboCup mit Schulleiter Jürgen Pach, Hendrik Schwarz und Niklas Krebs (l.), dem Mentor der AG

Am 16. und 17. Februar fand der Regionalwettbewerb des RoboCups in Mannheim statt, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler für die Deutsche Meisterschaft RoboCup German Open Anfang Mai in Magdeburg qualifizieren konnten.
Auch die Spaichinger Gymnasiasten waren mit gleich sechs Teams zahlreich vertreten und konnten gute Leistungen erzielen. Sie investierten unter Anleitung ihrer Lehrer und Mentoren viel Zeit und Energie, die sich jedoch an diesem Wochenende auszahlte. Maria
Ledwig, Riccarda Kupferschmid und Stefanie Genegardt qualifizierten sich unter dem Teamnamen „Die Elefanten“ in der Klasse MAZE ENTRY sogar für die Meisterschaft. Wir wünschen ihnen  viel Erfolg!

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Finale als Heimspiel in Spaichingen

Dieses Jahr fand das Regierungspräsidiumsfinale von Jugend trainiert für Olympia in der Spaichinger Schillerschulhalle statt. Zwei Mädchen-Teams des Gymnasiums Spaichingen konnten sich auf Kreis- und Bezirksebene durchsetzen und traten am 19.2. gegen die besten Mannschaften aus dem gesamten RP Freiburg an.

Im Wettkampf II (Jg. 02 und jünger) mussten Aline Glückler, Lotta Brettner und Sofie Pronet ohne Streichwertung an die Geräte, da kurzfristig zwei Turnerinnen ausfielen. Mehr als ein 7. Platz mit ordentlichen 176,8 P. war leider nicht drin.

Im WK IV (Jg. 06 und jünger) traten schon bei den Qualis die meisten Teams an. Eine Teilnahme am RP-Finale ist hier schon ein großer Erfolg. Immerhin zwölf Schulmannschaften konkurrierten um den Einzug ins Landesfinale. Nina Merkle, Patrizia Eckstein, Luise Merkel, Lisa Winker und Lia Geppert erzielten 161,4 P. und kamen auf Rang 11.

Für alle Spaichingerinnen war es ein schönes Erlebnis in der eigenen Halle diesen Wettkampf zu turnen.

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Ausflug ins Dominikanermuseum Rottweil

Im Fach Latein durften wir unsere GFS auch in einem Museum machen. Also gingen wir am 30.01.2019 nach Rottweil. Wir spazierten noch ein bisschen durch die Altstadt und genossen die frische Luft. Dann gings ins Museum. Wir sind vor Aufregung fast geplatzt. Aber es war dann gar nicht so schlimm. Wir erzählten unserer Lateinklasse erst etwas über die Münzen und die römische Währung, dann über Statuen und Statuetten, danach über das Jenseits, dann wie Rottweil entstanden ist, also Arae Flaviae, danach noch etwas über das Essen und Geschirr und zum Schluss kam dann noch der Schmuck dran. Leider haben wir vor Aufregung einiges vergessen und sehr schnell geredet, aber insgesamt lief es richtig gut. Als wir fertig waren, haben wir noch ein kleines Quiz gemacht. Obwohl es sehr kompliziert war, hatten viele die richtigen Antworten. Es gab kleine Schokopreise und für den Gewinner noch einen Stift dazu. Zum Glück war Herr Schäfer noch da. Er hat uns immer aufgemuntert und auch noch die anderen Themen im Museum vorgestellt. Das war natürlich auch ein bisschen informativer. Zwischendurch durften wir einmal die Rüstung eines Soldaten anziehen und auf einem „Pferd“ reiten. Auch die römische Kleidung durften wir anziehen. Es war sehr lustig und wir haben viele Bilder gemacht. Natürlich durften unsere Klassenkameraden und wir auch etwas selbst herstellen. Wir haben uns für das Gießen von Münzen entschieden. Jeder durfte seine zwei besonderen Münzen gießen und mit nach Hause nehmen. Jede Münze hatte eigene Merkmale. Als wir alle fertig waren, sind wir wieder zum Bahnhof gelaufen. Auf dem Marktplatz haben wir uns erst einmal eine Stärkung beim Bäcker gegönnt. Uns hat alles sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass es für unsere Lateinklasse auch so war. Nochmals Danke an Herrn Schäfer, der alles organisiert hat.

 

Lena Dornis und Eve Hahn, 7a


Das Schuljahr in Bildern