Förderpreis für Forschung zu PFAS in Küstenpflanzen:

Melissa Horras und Teresa Hauser vom Gymnasium Spaichingen sowie Theresa Unz vom Martin-Gerbert-Gymnasium in Horb, die gemeinsam am Schülerforschungszentrum in Tuttlingen forschen, wurden beim Bundesumweltwettbewerb (BUW) mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Prämiert wurde ihr Forschungsprojekt „PFAS-Belastungen in Küstenpflanzen der Ostsee – eine unsichtbare Gefahr“.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stand die Frage, wie stark Küstenpflanzen an der Ostsee mit PFAS (per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen) belastet sind. Diese industriell hergestellten Chemikalien kommen in zahlreichen Produkten zum Einsatz. Da viele PFAS in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut werden, werden sie auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Sie können in Böden und Gewässer gelangen und dort über lange Zeit verbleiben.

Nach einer intensiven Beschäftigung mit den chemischen Eigenschaften von PFAS und dem aktuellen Forschungsstand untersuchten die drei Schülerinnen Pflanzenproben von verschiedenen Standorten entlang der Ostseeküste. Die Probenahme wurde durch die Deutsche Meeresstiftung unterstützt. Anschließend analysierten die Schülerinnen die PFAS-Belastung der Pflanzen und verglichen die Ergebnisse, um mögliche Zusammenhänge zwischen Pflanzenart, Standort und Belastung zu erkennen.

Mit ihrem Projekt verbinden die drei Nachwuchsforscherinnen eine aktuelle Umweltproblematik mit eigener experimenteller Forschung und wissenschaftlicher Auswertung.

Der Bundesumweltwettbewerb richtet sich an junge Menschen zwischen 10 und 20 Jahren und steht unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“. Der Förderpreis würdigt Arbeiten, die bereits eine überzeugende Grundlage aufweisen und zugleich Potenzial für eine weitere Vertiefung und Entwicklung besitzen. Die Auszeichnung ist damit Anerkennung für die bisherige Forschungsarbeit und zugleich Motivation, das Projekt weiterzuführen.

Wir gratulieren Melissa, Teresa und Theresa herzlich zu diesem Erfolg und wünschen ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg beim Forschen!

Rieber