Zum Abschluss gab’s ein Überraschungsei:

Sie hatten sich in Schale geworfen, die Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums Spaichingen, für diesen besonderen Tag. Stolz und glücklich standen sie mit den Abiturzeugnissen in der Hand auf der Bühne der Spaichinger Stadthalle. Beim Abiball am 11. Juli feierten sie zusammen mit ihren Familien, Freunden, Lehrerinnen und Lehrern den Abschluss ihrer Schulzeit und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

Für Schulleiter Jürgen Pach war es ein besonderer Moment, die Abiturientinnen und Abiturienten zu verabschieden. Denn, so verriet er zu Beginn seiner Rede, die jetzigen Abiturienten seien die ersten Fünftklässler, die er als frisch gebackener Schulleiter vor acht Jahren im September 2018 am Gymnasium Spaichingen begrüßen durfte. Wie vor acht Jahren hatte er für jeden Abiturienten und jede Abiturientin ein Überraschungsei mitgebracht, als Glücksbringer und als Symbol für eine Zukunft, die manche Überraschungen mit sich bringen werde. „Wenn ihr solidarisch und wertschätzend zu allen euren Mitmenschen seid, werdet ihr euren Beitrag für eine bessere, demokratische und tolerante Gesellschaft leisten“, war sich der Schulleiter sicher, „dann werdet ihr den für euch richtigen und glücklich machenden Platz im Leben finden“.

In Vertretung von Bürgermeister Markus Hugger begrüßte Heike Marquart die Abiturientinnen und Abiturienten und prophezeite: „Heute ist ein Tag, an den man sich bis an sein Lebensende erinnert“. Das Abiturzeugnis sei ein „Beweis, dass Sie gelernt haben, selbständig zu denken. Bleiben Sie kritisch und prüfen Sie alles, was Ihnen vorgesetzt wird“, forderte Marquart die Absolventinnen und Absolventen auf. Mit den Worten „Vergessen Sie Spaichingen nicht, wir brauchen Sie“, lud die Leiterin der Stadtverwaltung die Abiturientinnen und Abiturienten ein, sich nach Ausbildung und Studium wieder in Spaichingen zu engagieren.

„Wir haben hart für unser Abitur gearbeitet“, blickte Addison Berner in ihrer Abi-Rede zurück. Was den Abiturientinnen und Abiturienten von den acht Jahren am Gymnasium aber in Erinnerung bleibe, sei weniger der Lernstoff, so die Rednerin, sondern vielmehr „amüsante Schulstunden“, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten und Exkursionen. Neben all dem, was sie selbst geleistet hätten, sei den Abiturientinnen und Abiturienten auch bewusst, was sie anderen Menschen verdankten, betonte Addison und rief den Familien, Freunden und Lehrern zu: „Herzlichen Dank für eure Unterstützung!“.

Neben der Übergabe der Abiturzeugnisse, Preise, Lobe und zahlreicher Sonderauszeichnungen in einzelnen Fachbereichen, gehörten auch Beiträge der einzelnen Leistungskurse zum Programm des Abiballs. Die LKs stellten ihre Lehrerinnen und Lehrer bei Rate- und Quizspielen auf die Probe und bedankten sich bei ihnen für die letzten beiden Unterrichtsjahre. Durch den Abend führten wortgewandt das Moderatorenduo Riana Binisan und Joel Dankert. Den Schlusspunkt des Programms setzte der Leistungskurs Sport mit einer rasanten Choreografie, die ganz im Zeichen der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft stand.

Der Leistungskurs Religion hatte seinen Beitrag zur Abschlussfeier bereits am Nachmittag gemacht. Der kleinste LK des Jahrgangs hatte mit Unterstützung von Mitabiturientinnen und -abiturienten einen Gottesdienst auf die Beine gestellt. Viele Angehörige, Mitschülerinnen, Mitschüler, Lehrerinnen und Lehrer waren der Einladung in die Stadtpfarrkirche Sankt Peter und Paul gefolgt. Unter dem Motto „Dankbar für den Weg – mutig in die Zukunft“ reflektierten die fünf Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise den bisherigen Weg der Abiturientinnen und Abiturienten sowie eigene und fremde Erwartungen an die Zukunft aus der Perspektive des Glaubens. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst der Grundkurs Musik unter der Leitung von Musiklehrerin Margret Fuhrmann sowie Lehrerin und Sängerin Elisa Katz und Religionslehrer Andreas Föhl an der Gitarre.

Föhl