Leistungskurs Religion packt mit an:
„Gemeinsam an einem Tisch“, lautet das Motto der Schwenninger Vesperkirche. Vom 18. Januar bis 8. Februar wurde die evangelische Pauluskirche zum Speisesaal, in dem Menschen mit wenig Geld Mittag essen können. Dafür brauchte es viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am 6. Februar packte auch der Leistungskurs Religion des Gymnasiums Spaichingen mit an.
So lernten die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch ein Thema kennen, das sie auch im Unterricht beschäftigte: das gesellschaftliche Engagement der Kirche und ihr Einsatz für Gerechtigkeit.
Eine Stunde bevor die Vesperkirche um 11 Uhr ihre Türen für die Gäste öffnete, trafen sich die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem geistlichen Impuls und um die Aufgaben für den Tag zu besprechen und zu verteilen. Die Spaichinger Schülerinnen und Schüler sowie ihr Lehrer Andreas Föhl kamen beim Spülen, bei der Essensausgabe, beim Bewirten mit Kaffee und Kuchen sowie beim Geschirrtransport zum Einsatz. Auf dem Speiseplan standen Fischfilets und vegetarische Gemüsemedaillons mit Kartoffeln, dazu Suppe und Salat. Rund 180 Essen wurden an diesem Tag ausgegeben.
Zwei Euro kostet ein Mittagessen in der Vesperkirche inklusive Getränken, Kaffee und Kuchen. Wer mehr geben möchte, kann das tun. Die tatsächlichen Kosten pro Mahlzeit liegen bei rund zehn Euro. Die Vesperkirche wird komplett aus Spenden finanziert. Nicht nur deshalb sind auch Menschen herzlich willkommen, die nicht auf ein günstiges Essen angewiesen sind. In der Vesperkirche sollen sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus, die sonst keine Berührungspunkte haben, begegnen und „gemeinsam an einem Tisch“ miteinander ins Gespräch kommen.
Nachdem die letzten Gäste um 15 Uhr die Vesperkirche verlassen hatten und alles aufgeräumt, gespült und geputzt war, setzten sich die Mitarbeitenden noch einmal zu einer Abschlussrunde zusammen. Dort gab es von der Tagesleitung ein dickes Lob für die Gasthelferinnen und -helfer vom Gymnasium Spaichingen, die sich anschließend müde, aber mit dem guten Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, auf den Heimweg machten.
Föhl

