Bismarck oder Dimpfelmoser:

„Oho liebe Schüler, hier kommt die Deichelmaus, und das heißt für euch die Schul ist jetzt aus!“, mit poetischen Worten beendete Zugmeister Daniel Kupferschmid den Schultag am Schmotzigen Donnerstag für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Spaichingen.

Doch schon vor der Schülerbefreiung durch die Narrenzunft „Deichelmaus“ und die Guggenmusik „Spoachinger Bächles-Hupfer“ war an Unterricht nicht mehr zu denken. Nur in den ersten beiden Stunden drückten die Gymnasiasten die Schulbank. Danach trafen sie sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zur großen Fasnachtsparty in der Aula.

Bei lauter Musik und bunter Beleuchtung konnte man originelle Kostüme bestaunen. Neben den Schülerinnen und Schülern hatten sich auch viele Lehrkräfte verkleidet. So gab das Schulleitungsteam des Gymnasiums die Protagonisten aus Otfried Preußlers Räuber Hotzenplotz, mit Jürgen Pach als Wachtmeister Dimpfelmoser. Dass einige Schüler ihren Schulleiter mit Uniform und Pickelhaube für Otto von Bismarck hielten, spricht für den Geschichtsunterricht am Gymnasium.

Das Rennen im Wettbewerb um die beste Verkleidung machten die Lehrerinnen Sina Dilger, Nadine Kramer und Martha Prielipp, die als Barbies verkleidet den lautesten Applaus der Schulgemeinschaft einheimsen konnten.

Einen ganz besonderen Erfolg feierten die Lehrkräfte Laura Scheb und Philipp Straßer beim anschließenden Deichelbohren auf dem Marktplatz. Am schnellsten von fünf Lehrerteams aus verschiedenen Spaichinger Schulen durchbohrten sie mit einem Handbohrer einen rund 40 Zentimeter starken Holzklotz und holten den begehrten Wanderpokal für ein Jahr ans Gymnasium.

Föhl