Deutscher-Meister-Titel und WM-Teilnahme für Spaichinger Robotik-Team:

Beim Bundesfinale der RoboCup German Open, das vom 11. bis 14. März in Köln im Rahmen der Bildungsmesse didacta stattfand, sorgten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Spaichingen für herausragende Ergebnisse. Insgesamt sechs Teams, die für das Schülerforschungszentrum Tuttlingen antraten, hatten sich zuvor über regionale Wettbewerbe qualifiziert – und kehrten nun mit einem deutschen Meistertitel, einer Qualifikation zur Weltmeisterschaft und zahlreichen starken Platzierungen zurück.

Der RoboCup zählt weltweit zu den bedeutendsten Wettbewerben im Bereich der intelligenten Robotik. Im Nachwuchsformat „RoboCup Junior“ haben Schülerinnen und Schüler bis 19 Jahre die Möglichkeit, ihre selbst entwickelten Roboter in anspruchsvollen Aufgabenfeldern einzusetzen und sich von regionalen Wettbewerben bis hin zu internationalen Meisterschaften vorzuarbeiten.

Für den größten Erfolg sorgte das Team „RRR Kabelmüsli“ in der Kategorie Rescue Maze, der technisch anspruchsvollsten Disziplin des Wettbewerbs. Joel Dankert, Simon Müther, Felix Hafner und David Schumacher lieferten sich einen spannenden Wettkampf und sicherten sich schließlich den Titel des Deutschen Meisters. Nach den ersten Läufen noch auf dem zweiten Platz, konnte das Team seine Leistung an den folgenden Wettkampftagen deutlich steigern und sich verdient an die Spitze setzen. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die vier Schüler zugleich für die RoboCup-Weltmeisterschaft, die vom 30. Juni bis 6. Juli in Südkorea stattfinden wird.

In der Kategorie Rescue Maze müssen die Roboter völlig autonom durch ein komplexes Labyrinth navigieren, das aus mehreren Ebenen, Rampen, Treppen und teilweise versteckten Räumen besteht. Mithilfe von Kameras und selbst entwickelten KI-Systemen erkennen sie Markierungen an den Wänden und platzieren sogenannte Rescue Kits für simulierte Opfer. Anschließend finden sie eigenständig den Weg zurück zum Startfeld.

Auch das zweite Spaichinger Team in dieser Kategorie überzeugte: Das Team „2legit2quit“ mit den Geschwistern Sara, Adnan und Batoul Al-Halabi erreichte einen starken 14. Platz und komplettierte damit das hervorragende Ergebnis in der Königsdisziplin.

Im Einsteigerwettbewerb Rescue Maze Entry war das Gymnasium Spaichingen mit vier Teams vertreten. Hier müssen die Roboter ein unbekanntes Labyrinth eigenständig erkunden, Hindernisse überwinden, Farbfelder erkennen und gezielt Rescue Kits ablegen, bevor sie selbstständig zum Startfeld zurückkehren. Das Team „Best Robotics“ mit David Wangerin und Adrian Molitor verpasste mit einem elften Platz nur knapp den Sprung in die Top 10. Auch die weiteren Teams sammelten wertvolle Erfahrungen: Maksym Chernenko belegte als Team „VKL“ den 24. Platz, Felix Kopp und Silas Truppe erreichten als Team „Wall-E“ Platz 43 und Kai Kechter, Amos Hermann und Niklas Pulvermüller kamen mit ihrem Team „Speedbumpers“ auf Platz 45.

Mit einem deutschen Meistertitel, der WM-Qualifikation und zahlreichen starken Platzierungen unterstreichen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Spaichingen eindrucksvoll ihr technisches Können, ihre Kreativität und ihren Teamgeist. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass viele der Teams erstmals am Bundesfinale teilnahmen und sich direkt im starken Teilnehmerfeld behaupten konnten. Ein besonderer Dank gilt dem Schülerforschungszentrum Tuttlingen, das den Jugendlichen optimale Möglichkeiten bietet, ihre Projekte weiterzuentwickeln und ihr Wissen zu vertiefen.

Nun richtet sich der Blick nach Südkorea: Dort wird das Team „RRR Kabelmüsli“ Deutschland bei der RoboCup-Weltmeisterschaft vertreten und versuchen, mit innovativer Robotik aus Spaichingen auch international zu überzeugen.

Rieber