Spaichinger Schülerinnen mit Forschungsprojekt erfolgreich:

Großer Erfolg für junge Forscherinnen aus der Region: Melissa Horras und Teresa Hauser vom Gymnasium Spaichingen sowie Theresa Unz vom Martin-Gerbert-Gymnasium Horb wurden als eines von drei Gewinnerteams des Deutschen Meereswettbewerbs ausgezeichnet.

Der Wettbewerb wird seit 2015 jährlich von der Deutsche Meeresstiftung organisiert und richtet sich an Schülerteams mit eigenen Forschungsideen rund um Klima und Meer. Nach einer Vorauswahl durch eine Fachjury erhalten die besten Teams die Möglichkeit, ihre Projekte im Sommer an Bord des Forschungsschiffs Aldebaran auf Nord- oder Ostsee umzusetzen. Unterstützt werden sie dabei von Wissenschaftspaten.

Mit ihrem Projekt zur PFAS-Belastung in Küstenpflanzen der Ostsee untersuchten die drei Schülerinnen eine Woche lang Seegraswiesen und Braunalgenbestände in der Lübecker Bucht. Neben Messungen zur Wasserqualität entnahmen sie Pflanzenproben, die anschließend im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung auf sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) analysiert wurden.

„PFAS sind chemische Verbindungen, die in der Umwelt praktisch nicht abgebaut werden können“, erklärte Melissa Horras bei der Präsentation der Ergebnisse. „Da sie als potenziell krebserregend gelten, ist es wichtig zu verstehen, wie sie über Pflanzen wie Seegras in die Nahrungskette gelangen.“ Die Untersuchungen zeigten, dass sowohl Braunalgen als auch Seegras PFAS aufnehmen und im Sediment anreichern können, wodurch die Stoffe jedoch auch in die Nahrungskette gelangen könnten. „Langfristig kann nur eine Einschränkung oder ein Verbot von PFAS zu einer Verbesserung führen“, so das Fazit der Schülerinnen.

Am 18. Januar 2026 präsentierten die Teams ihre Forschungsergebnisse auf der weltgrößten Bootsmesse in Düsseldorf. Mit ihrem Vortrag überzeugten Melissa, Teresa und Theresa die Jury und wurden von Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung, auf großer Bühne ausgezeichnet.
Auch nach dem Wettbewerb hoffen die Schülerinnen, mit ihren Ergebnissen weiterhin Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Umweltthema zu lenken – ein beachtlicher Erfolg und ein starkes Beispiel für engagierte Schülerforschung.

Rieber